Baiersbronn Magazin | Langes Wochenende im Schwarzwald
Menschen

Auf ein verlängertes Wochenende

72 Stunden Baiersbronn! Was kann man da alles erleben? Eine ganze Menge, finden Marco und Bolle. Ein Highlight ist ihnen ganz besonders in Erinnerung geblieben. Nachmachen erwünscht!

von Marco&Bolle - #kommwirmachendaseinfach
Mi. 16. September 2020 7

Saftig grüne Täler, idyllische Dörfchen, der Nationalpark Schwarzwald mit seiner unberührten Natur: Baiersbronn ist bekannt für seine lieblichen Landschaften mit unzähligen Wanderwegen und Mountainbike-Trails. Aber fast noch mehr für seine Spitzengastronomie. Denn in der sympathischen Gemeinde im Nordschwarzwald funkeln jede Menge Michelin-Sternen am Feinschmeckerhimmel.
Wir haben schon viele Ecken in Deutschland erkundet, der Schwarzwald war allerdings noch immer ein weißer Fleck auf unserer Deutschlandkarte. An einem verlängerten Wochenende wollten wir die berühmte Gourmet-Region Deutschlands aber nun endlich kennenlernen.

 

Alle Highlights auf einen Blick

© kommwirmachendaseinfach

Freitag: das erste Date mit Baiersbronn – natürlich in Wanderstiefeln!

Der erste Tag steht im Zeichen des Kennenlernens. Das funktioniert am besten beim Wandern. Und Baiersbronn trägt dank seines 550 Kilometer langen Wanderwegenetzes den Beinamen „Wanderhimmel“. Der Weg ist das Ziel! In unserem Fall die Wanderhütte Sattelei. Die hat uns Hotelchef Jörg Möhrle von der Tanne Tonbach eindrucksreich empfohlen. Ein sogenannter Genießer-Pfad führt uns auf einfachen und aussichtsreichen Wegen hoch zur Mittagspause. Unterwegs machen wir Rast auf den bequemen Holzliegen beim Aussichtspunkt am Petermännle. Erster Eindruck: Die Optik ist fantastisch! Nach rund zweieinhalb Stunden erreichen wir ebenso glücklich wie hungrig die Sattelei.
Das Mittagessen? Natürlich regionale Spezialitäten wie Maultaschen mit Kartoffelsalat und Kartoffelsuppe. So schmeckt der Schwarzwald!

Nach dieser ersten Kennenlerntour bleibt am Nachmittag Zeit für den Mummelsee. Ein sogenannter Karsee, entstanden nach der letzten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren. Der „mummelt“ sich direkt an der Schwarzwaldhochstraße in die sanften Waldhügel des Nordschwarzwaldes. Wir parken unser Auto kostenfrei vor dem Bauernladen und schlendern auf dem 800 Meter langen Rundweg einmal rund um den tiefschwarzen Bergsee. Vom Mummelsee aus kann man übrigens in etwa zweieinhalb Stunden auf die Hornisgrinde wandern – sozusagen der Höhepunkt des Nordschwarzwaldes.

Samstag: mit Abstand die besten Aussichten auf den Nordschwarzwald

Nach einem reichhaltigen Frühstück im Wellnesshotel Tanne starteten wir den zweite Tag unserer Reise mit einem Abstecher zur Aussichtsplattform Ellbachseeblick. Dieses weitere Highlight befindet sich am Rande des Nationalparks Schwarzwald, nur zehn Autominuten von Kniebis entfernt. Vom Parkplatz aus, ist es nur ein rund zehnminütiger Spaziergang, bis man auf der 33 Meter langen Plattform steht und über das Ellbachtal blickt. Spektakulär!
Apropos spektakulär: Die berühmte Schwarzwaldhochstraße führt rund 60 Kilometer von Freudenstadt bis nach Baden-Baden und bietet immer wieder einzigartige Aussichten in die üppig grünen Täler, ins Rheintal und sogar bis in die Vogesen.

Wer wenig Zeit hat und den Schwarzwald auf die Schnelle erleben möchte, fährt auf der Schwarzwaldhochstraße von Highlight zu Highlight.

Wer wenig Zeit hat und den Schwarzwald auf die Schnelle erleben möchte, fährt auf der Schwarzwaldhochstraße von Highlight zu Highlight. Eines davon ist. Lothar. Genauer gesagt: der Lothar-Pfad. An Weihnachten 1999 raste Orkantief Lothar über West- und Mitteleuropa. Dabei riss er mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h eine breite Schneise in den Nordschwarzwald und legte Tausende Bäume flach. Statt aber wieder aufzuforsten, entschied man sich dafür, die rund zehn Hektar große Fläche sich selbst zu überlassen. Ganz ohne menschliches Eingreifen hat sich die Natur hier wieder erholt und aus eigener Kraft natürlich gewachsenen Wald entstehen lassen. 2003 errichtete man dann einen 800 Meter langen Lehr- und Erlebnispfad, den man in einer Dreiviertelstunde erwandern kann. So haben wir Wald noch nie gesehen!
Zurück in Baiersbronn, schwangen wir uns am Samstagnachmittag noch kurz aufs Mountainbike und fuhren zum Sankenbachsee. Kulinarisches Highlight: das Fichtenspitzeneis am Seidtenhof.

Sonntag: mit eingebautem Rückenwind durch den Schwarzwald radeln

Am dritten und letzten Tag in Baiersbronn stehen wir im wahrsten Sinne voll unter Strom. Hoteldirektor Jörg Möhrle zeigt uns auf dem E-Bike seine Lieblingsplätze, führt uns quer durch die Schwarzwald-Natur bis zum Aussichtspunkt Huzenbacher Seeblick. Es geht über Stock und Stein, das Fahren mit den Elektrorädern macht uns dabei richtig Spaß. Übrigens kann man sie gegen Gebühr im Hotel ausleihen. Das Wellnesshotel Tanne verfügt sogar über eine eigene Mountainbike-Station mit Werkstatt und Waschplatz. Und der Hotelchef kennt so manchen Geheimtipp!
Denn Baiersbronn ist nicht nur Wanderhimmel, sondern seit einigen Jahren auch der Bikerhimmel Baden-Württembergs.

Die Region lockt mit einem Dutzend offizieller und bestens ausgeschilderter Mountainbike-Touren. Diese Runden sind zwischen 13 und 81 Kilometer lang und führen teilweise sogar durch den Nationalpark. Ob gemütlich oder actionreich – hier findet jeder Mountainbiker die passende Tour. Und mit der Baiersbronner Mountainbikekarte steht man garantiert nie im Wald. Nach knapp vier Stunden durch die genauso wilde wie beeindruckende Natur kommen wir schließlich zurück ins Wellnesshotel Tanne. Die 30 Kilometer Fahrspaß ¬ ein würdiger Abschluss eines erlebnisreichen Wochenendes im Wander- und Bikehimmel Baiersbronn!

Und was war jetzt unser persönliches Highlight? Wahrscheinlich ganz einfach, dass es so viele unerwartete Highlights zu entdecken gibt!

 

Alle Fotos für diesen Beitrag stammen von © kommwirmachendaseinfach

Bolle &  Marco
Bolle & Marco

Bolle und Marco reisen nun schon seit 2015 gemeinsam durch die Weltgeschichte und erleben dabei immer wieder spannende und verrückte Abenteuer. Besonders das individuelle Reisen hat es den beiden angetan und getreu ihrem Motto "Komm lass einfach mal machen" stürzen sie sich auch gerne mal kopfüber von einer Brücke in Afrika, schippern mit einem klapprigen Holzboot über die Javasee, wandern durch den Regenwald auf Sumatra oder fahren mit einem Auto quer durch militärisches Gebiet in Israel. Seit einigen Jahren entdecken Bolle und Marco aber auch ihr geliebtes Heimatland Deutschland, denn auch hier gibt es viele wunderschöne Orte. Auf ihrem Blog www.kommwirmachendaseinfach.de berichten Bolle und Marco über all die spannenden Geschichten.

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